DIE geschichte 

Meeresgott Ekke Nekkepenn hat ein Auge auf Inge van Rantum, eine hübsche Sylter Deern, geworfen. Er verkleidet sich als Matrose und schenkt ihr einen Ring und eine Kette. Als sie sie annimmt, sagt er: „Jetzt hab ich dich, jetzt bist du meine Braut.“ Inge erschrickt und bittet ihn, sie frei zu lassen. Ekke verspricht, dass sie ihn nicht zu heiraten braucht, wenn sie ihm am nächsten Abend seinen Namen sagen kann. Weiß sie ihn nicht, muss sie seine Frau werden 

 

Die Geschichte von Ekke Nekkepenn erinnert stark an das Märchen vom Rumpelstilzchen. Auch Inge entdeckt schließlich Ekke Nekkepenns Namen. Rasend vor Wut verschwindet dieser im Meer und entfesselt einen vernichtenden Sturm. 

 

 Die macher

Anne Breymann & Michał Krajczok 

Mythologische Geschichten entstanden oft, wenn Menschen nach Erklärungen suchten. Warum ertrinken so viele Fischer auf See? Warum werden manchmal ganze Dörfer von Stürmen verschluckt? 


Ausgangspunkt für den Film war, dass Ekke Nekkepenn das Meer und Inge von Rantum das Land repräsentiert. Um das visuell darzustellen, erhielt Inge die Farben von Sand und Erde und Ekke die Farben des Meeres. Am Ende wird sein Bart eins mit den Wellen.

Es war uns wichtig, Inge nicht nur als Opfer eines begierigen Meeresgottes zu zeigen, sondern als charakterstarke Frau, die den Mut findet, sich ihm zu widersetzen. Ton und Musik klingen düster und verzweifelt, als Ekke sich Inge nähert und auch als er erfährt, dass sie seinen Namen herausgefunden hat. In der Höhlenszene, in der Ekke seinen vermeintlichen Triumph besingt, unterstreicht eine etwas bizarre Geräuschkulisse die Schwachstellen, die Ekke hinter seinem finsteren Äußeren verbirgt. Mit Samples von Schiffshörnern und Walgesang erhält die Musik den subtilen Klang der Seelandschaft.