untergegangene Orte

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Animation : Matthias Daenschel
Ton : Max Knoth

Die geschichte

Der Tauchgang durch untergegangene
Orte wird zum Fenster in die
Vergangenheit.

DeR macher

Matthias Daenschel

Ich liebe es, im Meer zu schwimmen und zu tauchen. Allerdings war ich noch nie in der Nordsee tauchen. Daher habe ich mir bei der Recherche zu meinem Film viele Dokumentationen über das Tauchen in der Nordsee angesehen, über das Leben unter Wasser, aber auch über Schatzsucher und Unterwasserarchäologie. 

Berichte und Legenden über die die versunkene Stadt Runghold tauchten immer wieder auf, aber auch über verheerende Sturmfluten wie die Weihnachtsflut von 1717. Also began ich historisch zu recherchieren, ging in Museen und Kunstbibliotheken, wandte mich an Sammlungen und Archive. 

Ein zentraler Fund meiner Recherche war der Kupferstich von Johann Baptist Homann (1664-1724) mit der „Abbildung der fast übernatürlichen Wasserflut am H. Christ Tag 1717…“. Dieses Werk stellte ich in den Mittelpunkt meiner filmischen Arbeit und gestaltete meine Tauchfahrt wie die Spurensuche nach den Stationen einer Katastrophe. Ich wählte verschiedene Aspekte des Flutunglücks wie das Läuten der Sturmglocken, das Brechen der Deiche oder die Rettungsversuche von den Dächern der Häuser und wählte mir spezielle Bildauschnitte des Stiches, z.B. die Kirche, ein Fass oder ein Rettungsboot. 

In sieben „Tauchgängen“ nähern sich die Betrachter diesen Gebäuden und Gegenständen, um dann in Form eines kurzen Flashbacks in das Geschehen der historischen Sturmflut versetzt zu werden. Am Ende der Unterwassersuche zeige ich durch ein langsames Rauszoomen den kompletten bewegten Stich und damit das volle Ausmaß der Katastrophe wie ein vollendetes Puzzle. 

Für die Gestaltung der Unterwasserwelt verwendete ich ebenfalls historische Stiche, neben dem Werk von Homann beispielsweise Drucke von Ludwig Richter und Albrecht Dürer und anderen, teilweise unbekannten Kupferstechern. 

Der gestalterische Ansatz des Filmes ist zwar ein historischer, das Thema der Flutkatastrophe aber angesichts des menschengemachten Klimawandels und der weltweit zunehmenden Naturkatastrophen aktueller den je.